12 - 14/9/2008

BRIEFMARKEN
WELTAUSSTELLUNG

zusammen mit internationaler Messe Sammler

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Zusammenarbeit PRAGA 2008 - WIPA 2008 aufgenommen

Unmittelbar nach der Weltausstellung PRAGA 2008 findet die Briefmarkenausstellung WIPA 2008 in Wien statt. Wien ist in nur 4 Stunden mit dem internationalen Expresszug von Prag aus erreichbar – ein unerwarteter Vorteil, den beide historischen mitteleuropäischen Metropolen nicht nur europäischen, sondern auch Besuchern aus Übersee bieten. Witzig beschrieb das auf den Internetseiten unserer Ausstellung der Sekretär des Organisationskomitees Vladimír Münzberger: „Die PRAGA 2008 reicht die philatelistische Stafette weiter an die WIPA 2008“.

Logo - WIPA 2008

Daher liegt es im Interesse beider Länder, beider Hauptstädte und beider Veranstalter – der Postgesellschaften und Philatelieverbände, unverzüglich eine überlegte Kooperation zu starten. Diese sollte sowohl die Propagierung beider Ausstellungen und der Philatelie als solche als auch eine gemeinsame Briefmarkenemission beinhalten.

Die ersten gegenseitigen persönlichen Kontakte knüpften die tschechischen Veranstalter bereits im November 2006 während der Weltausstellung BELGICA 2006 in Brüssel. Es vergingen keine drei Monate, und in Prag traf eine repräsentative österreichische Delegation ein, geführt von Direktor Erich Haas und seiner Mitarbeiterin Silvia Klampferer. Beide vertraten die Österreichische Post AG. Weitere Delegationsmitglieder waren der Vertreter des österreichischen Philatelistenverbandes VÕPh und Generalkommissar der WIPA 2008 Horst E. Horin sowie der neu ernannte Generalsekretär der WIPA 2008 Werner Schindler. Dieser ersetzte in dieser Funktion Claudia Riedmann, die kürzlich aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

Bereits am Dienstag, den 27. Februar, wurde die gesamte österreichische Delegation im Sekretariat des Verbandes tschechischer Philatelisten von dessen Vorsitzenden und Sekretär, vom Vorsitzenden des Organisationskomitees der PRAGA 2008, vom Generalkommissar der Ausstellung und ihrem Sekretär sowie vom Dolmetscher und Mitorganisator der Ausstellungen OSTROPA Karel Pech begrüßt. Man erörterte die Zusammenarbeit beider Organisationskomitees, die gemeinsame Propagierung, den Inhalt der Ausstellungen und ihren gesellschaftlichen und kulturellen Rahmen. Die österreichischen Freunde wurden auch mit der in Vorbereitung befindlichen Kinderpost bekannt gemacht, die auf der PRAGA 1998 großen Anklang fand, mit dem tschechischen Jugendsalon und mit dem originellen Projekt EXPONET, das Sekretär Münzberger im Raum des Sekretariats der PRAGA 2008 allen Anwesenden anschaulich vorführte.

Am folgenden Tag (Mittwoch, 28. Februar) fand in Beisein der Dolmetscherin von Èeská pošta, s. p. (Tschechische Post) im Gebäude des Prager Postmuseums ein gemeinsames Arbeitstreffen der österreichischen Delegation mit dem Stellvertreter des Generaldirektors von Èeská pošta, s. p. Miroslav Špaèek, der Abteilungsleiterin für Vorbereitung von Briefmarkenschaffen der Generaldirektion von ÈP Vítìzslava Francková, dem Stellvertreter des Direktors des Postmuseums Jan Galuška und dem Vorsitzenden des Verbandes tschechischer Philatelisten statt. Auch hier wurde ein umfangreiches Programm abgearbeitet. Verhandlungsschwerpunkt war die Erörterung einer gemeinsamen Briefmarkenemission PRAGA 2008 – WIPA 2008. Interessanterweise passte die österreichische Delegation mit Direktor Haas an der Spitze unter dem Eindruck des Besuchs der Wertzeichendruckerei der Post (PTC) vom Vortag ihre Vorschläge den Drucktechniken, insbesondere dem mehrfarbigen Druck, unserer PTC an. Vereinbart wurden eine gemeinsame Vorgehensweise der österreichischen und tschechischen Post sowie die Termine für die Ausarbeitung der definitiven Gestalt der gemeinsamen Briefmarkenemission PRAGA 2008 – WIPA 2008. Auch mögliche Entwürfe für Gelegenheitspostkarten zur PRAGA 2008 kamen zur Sprache. Bereits jetzt sei unseren Sammlern versichert, dass es sich um attraktive Motive handeln wird.

Besonders wichtig ist die Vereinbarung weiterer gemeinsamer Treffen beider Seiten in der Zukunft. Möglicherweise wird auch ein ganztägiges Arbeitsseminar stattfinden, das sich mit weiteren Problemen des Briefmarkensammelns und seiner Förderung, dem gegenseitigen Informationsaustausch und der Veröffentlichung interessanter Fach- bzw. Informationsartikel befasst.

Die österreichische Delegation würdigte auch den informativen Besuch der Kirche des Hl. Gabriel im Areal des früheren Klosters, an dessen Gestaltung im Jahr 1999 durch einen herrlichen Block mit der Bezeichnung Beuroner Kunstschule erinnert wurde, sowie die Besichtigung des pittoresken Postmuseums mit seinem reichhaltigen Bibliotheksbestand und den Briefmarkensammlungen. Das mit Fresken von Navrátil aus dem 19. Jahrhundert dekorierte Postmuseum begeisterte die Gäste auch aufgrund seines Programms regelmäßiger Ausstellungen bekannter Graveure, Graphiker und Briefmarkenautoren sowie seiner Forschungsmöglichkeiten. Da Wien nicht über ein derartiges Museum verfügt, gratulierten die Österreicher Dr. Galuška und der Tschechischen Post aufrichtig zu diesem aus Anlass der Weltausstellung PRAGA 1978 gegründeten Objekt.

Die effektive und außerdem freundschaftliche Zusammenarbeit beider Veranstaltungsstädte und EU-Mitgliedsländer ist also im Februar 2007 erfolgreich angelaufen.

 
 
Lumír Brendl
Vorsitzender des Verbandes tschechischer Philatelisten



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